Die Medienlandschaft in der Umbruchphase

In den letzten Jahren ereigneten sich auf dem Mediensektor in Österreich weitreichende Umwälzungen. Neben einer erneuten Lizenzierungswelle für Privatradios, begann mit der erstmaligen Zulassung eines privatwirtschaftlichen Fernseh-anbieters eine neue Ära österreichischer Mediengeschichte. In Deutschland und der Schweiz war, trotz des Untergangs des Kirch-Imperiums, ebenfalls eine leicht steigende Tendenz bezüglich der Gründung neuer Sender im Rundfunkbereich - vorwiegend auf regionale Ebene - sichtbar. Neben den audiovisuellen Medien gehört der so genannte Printbereich zu den traditionellen journalistischen Tätigkeitsfeldern. Mehr als die Hälfte der Journalisten im deutschsprachigen Raum arbeiten bei Zeitungen und Zeitschriften. In den letzten Jahren zeichnete sich jedoch eine Entwicklung ab, die entscheidende Auswirkungen auf den Berufstatus der Journalisten hatte. Abgesehen von einer Ressortspezifischen Spezialisierung, versuchen die Verlage, dem wirtschaftlichen Druck auch mit der Einstellung von freien Mitarbeitern standzuhalten. Die Online-Medien im deutschsprachigen Raum sind in den letzten Jahren ebenfalls auf Expansionskurs. Das Umfeld von Online-Redaktionen beschränkt sich längst nicht mehr nur auf Verlage, Magazine, Zeitungen oder Fernsehsender, die ihre Angebote online promoten oder eigenständige Online-Versionen anbieten. Ebenso gut kann ein Online-Redakteur für Unternehmen, Behörden, Verbände oder sonstige Institutionen mit eigener Website tätig werden. Parallel zu den Internet-Medien boomt auch der Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. Bei der PR sind die Grenzen zum Marketing und der Werbung fließend. Oft zeichnet die PR-Abteilung für die gesamte Unternehmenskommunikation verantwortlich. Dazu gehören dann Mitarbeiterzeitungen, Kundenzeitschriften, Imagebroschüren, Reden für den Vorstand, die Organisation von Pressekonferenzen, die Kontaktpflege zur Presse - kurz der gesamte Außenauftritt.

Die Arbeitsfelder des Sportjournalisten

In einer Zeit, in der die Weiterbildung und die Flexibilität zu den festen Bestandteilen der Karriereplanung gehören, versteht sich die Errichtung eines Universitätslehrganges mit sportjournalistischen Schwerpunkten nicht nur als begleitende Zusatzqualifizierung, sondern vorwiegend als notwendige Voraussetzung für die Weiterentwicklung auf dem Mediensektor. Die AbsolventenInnen des Universitätslehrganges können in zahlreichen Berufs- und Tätigkeitsfeldern Beschäftigung finden. Die Berufsaussichten der angehenden SportjournalistInnen beschränken sich nicht nur auf traditionelle Berufsfelder wie SportredakteurIn, SportkorrespondentIn und SportmoderatorIn in den Print- und Neuen Medien, im Rundfunk sowie in den diversen Nachrichtenagenturen, sondern auch auf neue perspektivvolle Beschäftigungssparten, wie z.B. die Tätigkeit in Sportvereinen, in nationalen und internationalen Dach- und Fachsportverbänden und auf dem privatwirtschaftlichen Sektor von Sportveranstaltungen im Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Auch der in den letzten Jahren boomende Sektor des Gesundheitssports (Fitness, Wellness u.a.) bietet herausragende Berufsperspektiven für die zukünftigen SportjournalistInnen. Denn die Herausgabe zahlreicher Fachblätter, die Einführung entsprechender Rubriken in den traditionellen Medien und schließlich die Einrichtung von speziellen Internetseiten zeigen einen deutlichen Bedarf an qualifizierten (Fach-) SportjournalistInnen.